Allgemein Beiträge 2026/27

Naturparktag der 2. Klassen

Natur entdecken, erforschen und gestalten

Am 16. September 2026 verbrachten die Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen einen abwechslungsreichen Tag in Kooperation mit dem Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. An vier verschiedenen Stationen konnten sie die Natur mit allen Sinnen entdecken, beobachten und selbst kreativ werden.

Die erste Station führte ins NaLeMu – das NaturLese-Museum. Das interaktive Mitmachmuseum lädt dazu ein, die vielfältige Natur des Naturparks Zirbitzkogel-Grebenzen spielerisch kennenzulernen. Besonders spannend war die aktuelle Sonderausstellung „Pflanzen mit Biss!“, die sich mit fleischfressenden Pflanzen und ihren erstaunlichen Überlebensstrategien beschäftigt.

Auch die weiteren Bereiche des Museums wurden neugierig erkundet. Die Kinder beobachteten das rege Treiben in einem Schaubienenstock, beschäftigten sich mit bedrohten Tierarten und lernten den Aufbau und die unterschiedlichen Lebensräume unseres Naturparks kennen. Verschiedene Mitmachstationen zeigten außerdem, warum der Schutz von Natur und Umwelt so wichtig ist.

Bei der zweiten Station stand der besondere Lebensraum Moor im Mittelpunkt. In einem Film lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Moorlandschaften kennen. Darunter waren auch Gebiete aus unserer unmittelbaren Umgebung, wie das Hörfeld-Moor und der Furtner Teich. Die Kinder erfuhren, wie Moore über sehr lange Zeiträume entstehen und wie empfindlich dieses Ökosystem auf Veränderungen reagiert. Wird ein Moor beispielsweise entwässert, verändert sich nicht nur sein Wasserhaushalt: Typische Moorpflanzen und Tiere verlieren ihren Lebensraum und der über Jahrtausende entstandene Torf kann sich zersetzen. Umso wichtiger ist es, Moore zu erhalten und geschädigte Moorflächen wiederherzustellen.

An der dritten Station war Kreativität gefragt. Aus Ton gestalteten die Kinder ihre eigene Bienentränke. Dabei erfuhren sie auch, warum Bienen überhaupt eine Wasserstelle benötigen. Bienen brauchen Wasser unter anderem zur Versorgung des Bienenvolkes und zur Regulierung der Temperatur im Bienenstock. Besonders an heißen Tagen sind geeignete Wasserstellen daher wertvoll. Wichtig sind flache Bereiche und sichere Landeplätze, damit die kleinen Insekten trinken können, ohne ins Wasser zu fallen. Mit viel Freude wurde geknetet, geformt und gestaltet – und so entstanden viele ganz individuelle Bienentränken.

Bei der vierten Station ging es hinaus in den Garten. Nun hieß es: Augen auf und genau hinschauen! In unterschiedlichen Bereichen des Gartens machten sich die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher auf die Suche nach kleinen tierischen Bewohnern.

Dabei wurden vor allem Insekten und andere kleine Tiere wie Ameisen, Bienen, Wespen und Heuschrecken entdeckt. Mithilfe von Becherlupen konnten die Tiere aus nächster Nähe betrachtet werden. Wie viele Beine hat das Tier? Welche Körperteile sind zu erkennen? Welche Farben und besonderen Merkmale fallen auf? Die Beobachtungen wurden anschließend möglichst genau gezeichnet, bevor die kleinen Gartenbewohner wieder in ihren Lebensraum entlassen wurden.

So verging der Naturparktag wie im Flug. Die vier abwechslungsreichen Stationen boten eine gelungene Mischung aus Entdecken, Beobachten, Lernen und kreativem Gestalten. Vor allem wurde deutlich, wie vielfältig die Natur direkt vor unserer Haustür ist – und wie wichtig es ist, ihre besonderen Lebensräume und Bewohner zu schützen.

Urschitz M. 

 

Naturparktag der 2. Klassen<br /><h3 style='font-size: 16px; line-height: 16px !important; margin-top: 5px;'><span style='color: #800000;'>Natur entdecken, erforschen und gestalten</span></h3>